© Valérie Wagner / Dr. Allison Shultz, Natural History Museum Los Angeles County, Ornithological Collections

Jonathan Franzen, Schriftsteller, 63

Kalifornische Grundammer

© Valérie Wagner

Friedemann, 9

Seeadler

Schwarzweißfotografie: Frau und Rauchschwalbe, beide im Profil, im Zwiegespräch miteinander.

© Valérie Wagner

Marica Bodrozič, Schriftstellerin, 48

Rauchschwalbe

© Valérie Wagner

Flora, 9

Eisvogel

© Valérie Wagner

Prof. Dr. Matthias Glaubrecht, Biodiversitätsforscher und Evolutionsbiologe, 59

Goldammer

© Valérie Wagner

Dr. Tanja Busse, Autorin und Moderatorin, 50

Wiedehopf

© Valérie Wagner

Emil, 11

Haussperling

Schwarzweißfotografie: Mann und Dohle, beide im Prtofil, im Zwiegespräch

© Valérie Wagner

Dr. Andreas Weber, Biologe, Philosoph und Schriftsteller, 54

Dohle

TEIL 4

Teil 4 Im vierten Teil des Projekts wirft Valérie Wagner ein neues Licht auf eine alte Verbindung: in Doppelportraits stehen sich Mensch und Vogel gegenüber.
Die portraitierten Menschen wählen einen Vogel, zu dem sie eine besondere Verbindung haben und begegnen ihm im Portrait auf Augenhöhe. Persönliche Statements ergänzen die inszenierten Schwarzweiß-Portraits.
Beteiligt sind Autor*innen, die zum Artensterben schreiben und sich aktiv für den Artenschutz einsetzen: Marica
Bodrožić, Dr. Tanja Busse, der amerikanische Schriftsteller Jonathan Franzen, Prof. Dr. Matthias Glaubrecht, die britische Verhaltensforscherin Dr. Jane Goodall und andere; außerdem Kinder, die eine besondere Beziehug zu Vögeln haben. Sie repräsentieren die jüngste Generation, die besonders von den Folgen des Artensterbens betroffen ist.
Die Vögel werden von Valérie Wagner in ornithologischen Sammlungen portraitiert. Mit der Kombination von tot (Vogel) und lebendig (Mensch) intendiert die Künstlerin eine Irritation, die das Ungleichgewicht der gegenwärtigen Situation spürbar macht. Gleichzeitig erschafft sie eine Zukunftsvision, in der sich der Mensch nicht mehr als Mittelpunkt, sondern als Teil der Natur versteht.

In ihrem neuen Fotoprojekt Der leere Himmel nimmt Valérie Wagner ein hochaktuelles ökologisches Thema in den Fokus: den dramatischen Vogelschwund, der in den letzten 30 Jahren analog zum weltweiten Insektensterben verzeichnet wurde und das Aussterben zahlreicher Vogelarten markiert.

Im Oktober 2017 wurden neue Studien zum Vogelsterben in Europa veröffentlicht. Laut NABU hat die Zahl der Vögel in Europa in den letzten 30 Jahren um 420 Millionen abgenommen.
Die drastischen Zahlen und der sichtbare Rückgang der Vogelarten sind für Valérie Wagner Anlass, ein künstlerisches Projekt zu diesem Thema zu entwickeln und Bilder für den Verlust und seine Folgen zu finden. Es geht der Künstlerin nicht darum, die Ursachen für das Vogelsterben aufzuzeigen, sondern einen Blick in die Zukunft zu wagen, also die jetzigen Entwicklungen wortwörtlich zu Ende zu denken: Wie sieht eine Welt ohne Vögel aus? Was verlieren wir? Es sind Bilder des Übergangs: von der Fülle zur Leere, vom Reichtum zur Armut.

Das freie Projekt besteht aus vier eigenständigen Serien, die jeweils einen anderen Aspekt des Themas beleuchten.

Mit Der leere Himmel setzt die Künstlerin ihr zentrales künstlerisches Thema fort – die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt -, das sie neben anderen Projekten 2008 zu der Fotoserie ZEICHEN inspirierte. Für dieses Projekt wurde Valérie Wagner im selben Jahr mit dem Kunstpreis Ökologie ausgezeichnet.

2023 Kulturstiftung Marienmünster (S)
Teil 4

Format der Arbeiten

6 Fotografien, Inkjetdruck auf Ilford Baryta

77 cm x 125 cm auf Aludibond

schwarze Alurandleiste

Size of works

6 Inkjet Fineart Prints (Ilford Baryta)

77 cm x 125 cm each photograph
mounted on aluminium Dibond® board

Black Alu Framing